Die neue Version der GPL bietet laut Richard Stallman (Präsident der FSF) Verbesserungen gegenüber der bisherigen GPLv2. Neuheiten sind unter anderem Passagen zum Patentschutz, zur zeitlichen Gültigkeit der GPL und zur digitalen Rechteverwaltung (DRM). Die GPLv3 legt fest, dass Inhaber von Softwarepatenten nicht gegen Lizenznehmer (Software-Anwender) vorgehen dürfen. Die GPLv3 will weiterhin sicherstellen, dass die Änderbarkeit von Software erhalten bleibt und die Anwender beispielsweise unerwünschten Funktionen aus einem Programm entfernen können.
Die Lizenz ist inkompatibel zur alten GPL. Es besteht jedoch zu anderen freien Lizenzen Kompatibilität (z.B. Apache-Lizenz 2.0). Es war ein Ziel, die Lizenz sprachlich zu überarbeiten, da die GPLv02 Begrifflichkeiten des US-Copyright-Systems enthält. Die GPLv03 soll somit leichter verständlich sein und bessere Übersetzungen ermöglichen. Trotz der Vorteile, die die GPLv03 bieten soll, wird damit gerechnet, dass die GPLv02 in den nächsten Jahren die verbreiteste Open-Source-Lizenz bleiben wird.